London – Zwischenbericht

Ein kurzer Zwischenbericht aus London.
Am ersten Wettkampftag wurde die 200 Lagen und 800 F geschwommen, da wir nur kurz als Zuschauer da waren, konnten wir uns kein Bild vom Chaos machen, das beim Einlass der Schwimmer herrschte. Wir haben uns nur gewundert, warum viele Schwimmer ein DNS stehen hatten und warum mehr Läufe im Wasser waren, als im Meldeergebnis vorgesehen. Später haben wir erfahren, dass viele Schwimmer erst gar nicht bis zum Pool gekommen waren. Sicherheitsbedenken oder -vorschriften haben die Organisatoren dazu angehalten, nicht zu viele Schwimmer ins Gebäude zu lassen. So dürfen im großen Pool nur maximal 200 Schwimmer sein, bei 50 Läufen a 10 Personen, die sich einschwimmen wollen, ein Witz. Wie ein Engländer später sagte „ A bloody fu.... joke“
Am Einlaß für die 50 Brust kam es zur Selbstorganisation der Gruppe, wir haben dafür gesorgt, dass Schwimmer, die in den ersten Läufen starten mussten, auch als erste durchgelassen wurden. Es standen noch Schwimmer der Läufe 12 draußen vor (!) der Halle, als Lauf 5 schon im Wasser war. Die ersten Starter wie Toni Scharf, Gotthard Seifert und Egbert Weinekötter hatten Glück, dass sie schon Stunden vorher da waren, um sich in die Schlange zustellen. Martin Grieß stand ganz hinten in der Reihe und musste sich vorkämpfen, um bei Lauf 25 in der Halle zu sein, sich umzuziehen und dann in Lauf 41 starten zu können. Man muss als Master in der Lage sein, das Einschwimmen auch mental zu erledigen.
Ein ganz anderes Bild am Folgetag. Morgens keine Schlangen und die Sicherheitsleute wußten endlich, was Heats (Läufe) sind. Sie hatten sogar Listen, nach denen die Teilnehmer schon draußen vorsortiert wurden, um dann im Schwung von 5 Läufen eingelassen zuwerden. Auch das Einschwimmen war zwar reduziert, mehr als 400 m war nicht drin, aber wir durften uns alle Einschwimmen. Ich habe es erlebt, dass die Sicherheitsleute immer wieder instruiert wurden, was im Becken los ist, damit schnelle Informationen auch an die Wartenden verteilt wurden. Nach den chaotischen ersten beiden Tagen ist jetzt Ruhe eingekehrt und es läuft langsam, aber geordnet ab.
Dass bei diesem Chaos die Wettkampf-Zeiten nicht so sind, wie wir es uns vor dem Wettkampf vorgestellt haben, ist leider ein kleiner Wermutstropfen.
Nun zu den Ergebnissen nach zwei Tagen.

Erster WK Tag
Am Donnerstag waren die Brustschwimmer aktiv und mussten eine Bahn sprinten. Gotthard Seifert konnte sich einen 9. Platz sichern und war mit der einstelligen Platzierung sichtlich zufrieden. Toni Scharf, gerade 71 Jahre jung geworden, erschwamm sich in einer für ihn hervorragenden Sprintzeit von 54,99 s einen 21. Platz. Etwas später konnte Egbert Weinekötter in etwas schwachen 41,37 s einen 115. Platz sichern. In der gleichen Alterklasse sicherte sich Dr. Martin Grieß in ebenfalls mäßigen 37,26 einen 62. Platz. In der AK 25 musste sich auch Sebastian Vaczi in 35,97 s mit einem 77. Platz begnügen. Immerhin war er zufrieden, da er sich einschwimmen konnte und sich eine 35’er Zeit vorgenommen hatte.

Zweiter WK Tag
An diesem Tag wurden nach den 200 Schmetterling, zu denen kein Oelder Schwimmer angetreten ist (! Warum nur??) die 50 Rücken in Angriff genommen. Zu Beginn durften sich die beiden Oelder Urgesteine Gotthard Seifert und Rolf Schürmann ein Fernduell auf den Bahnen 1 und 8 liefern. Das erste Duell entschied Rolf Schürmann mit einen Endspurt in 51,52 s zu 51,85 s für sich. Schürmann errang den 15. Platz und Seifert den 16. Später dann musste Dr. Martin Grieß ins Wasser. Hier war die Bahn etwas zu lang, er kam mit dem letzten Zug nicht ganz aus und war mit 37,44 und dem 62. Platz nicht zufrieden. Als letzter stieg Sebastian Vaczi in Wasser. Er hätte sich etwas strecken müssen um die 32 s zu knacken, aber in 32,05 und einem 38. Platz war er doch sehr zufrieden.
Bei den Frauen war bei Jutta Jaßmeier von dem Streß nichts zu merken. Sie war die einzige, die mit neuer Bestzeit in 39,77s einen 57. Platz erschwamm. Sie landete damit im Mittelfeld. Nach erst vier Jahren Training ein sehr gutes Ergebnis.
Später am Tag wurden die 100 m Brust gestartet. Hier waren mit Heike Drechler und der Mastertrainerin Carola Oen zwei Oelderinnen in der gleichen Alterskalsse unterwegs. Beide waren mit den Zeiten nicht ganz zufrieden. Drechlser belegte mit 1:40,85 den 60. Platz und Oen in 1:50,20 den 95. Platz. Immerhin noch zweistellig, so ihr Kommentar.
Bei den Männern startete der Brustspezialist Toni Scharf auch über 100 m und war mit seiner Zeit von 2:03,04 und einem 21. Platz sehr zufrieden. Immerhin hatte er noch Konkurrenten hinter sich gelassen. Danach schwamm Egbert Weinenkötter mit einer Zeit von 1:37,10 auf den 120. Platz. „Ich habe einfach mal meine Angangszeit für die 200 getestet“, war er nicht ganz zufrieden. Auch Sebastian Vaczi hatte die 100 Brust gemeldet und wollte hier seine Kondition auspielen. Aber auch er lernte den „Mann mit dem Hammer“ kennen, der ihm bei 80 Metern begnete. So war er mit seiner Zeit von 1:21,17 und dem 81. Platz nicht ganz zufrieden. Aber am Samstag in der Freistilstaffel will er gegen Mitternacht (!) noch mal richtig Gas geben, so hat der der Trainerin Carola Oen versprochen.
Nach einer weiteren Pause waren dann die Oeldies noch einmal in der Alterklasse 240-279 mit der 4x50 Lagen mixed Staffel am Start. Rolf Schürmann, Gotthard Seifert, Jutta Jaßmeier und Carola Oen schlossen den langen Tag mit einer guten 3:04,28 und dem 20. Platz ab.
Danach ging es zügig ins Hotel, denn am Samstag stand für Schürmann bereits ab 6:30 das Einschwimmen für die 200 Rücken auf dem Programm.

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Die 4x50 Lagenstaffel der AK 240 mixed
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Jutta Jaßmeier Zufrieden im Olympischen Pool nach ihren 50 Rücken.

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