Heike Drechsler und Gotthard Seifert überzeugten bei Masters WM in Budapest

Vom 14. August bis zum 20. August fanden in Budapest die Masters WM statt. Ein siebenköpfiges Aufgebot der SG Oelde startete bei dieser hervorragend organisierten WM. Allerdings war das Mannschaftsfeeling nicht zu erreichen, weil in 4 Pools gleichzeitig gestartet wurde. So kam es während des Wettkampfes zu keiner Begegung der Aktiven, weil sie geichzeitig ihre Strecken absolvieren mussten. Der Vorteil war, dass dann der Nachmittag ab 14 Uhr zum Sightseeing in der interessanten Stadt zur Verfügung stand.

Am ersten Tag standen die 200 Rücken und 100 Brust auf dem Programm. Hier konnte Heike Drechsler mit einer hervorragenden Leistung von 1:37,03 einen 22. Platz in der bestbesetzten AK 50 erringen. „Ich habe mit dieser Zeit nie gerechnet und dann noch ein 22. Platz, das war top!“ so Drechsler nach dem Rennen. Wahrscheinlich hatte sich das Höhentraining mit reichlich Spaziergängen bei 1.500 m in der Hohen Tatra in der Woche vorher bezahlt gemacht.

Leider verpassten die beiden Oelder Urgesteine Gotthard Seifert und Rolf Schürmann den Start über 200 Rücken knapp, weil es zu Problemen in der Calling Area kam, die leider nicht gelöst werden konnten. Egbert Weinekötter ging über 100 m Brust an den Start und war mit seiner Zeit von 1:36,66 zufrieden. Toni Scharf erreichte über dieselbe Strecke in einer guten Zeit von 2:04,17 die Pflichtzeit und den 42. Platz.

Tag darauf musste das Ehepaar Grieß in der Haupthalle über 50 Schmetterling an den Start. Beide waren zufrieden, konnten aber mit den Zeiten nicht an das Vorjahr anknüpfen. Immerhin war die Stimmung in der Halle hervorragend. Für Dr. Martin Grieß sprang ein 74. Platz im guten Mittelfeld, für Jutta Jaßmeier-Grieß immerhin ein 62. Platz heraus.

Am Donnerstag, an Ihrem Geburtstag, musste Jutta Jaßmeier-Grieß am frühen morgen über die 50 Freistil an den Start. Schon zu dieser Zeit brannte die Sonne unbarmherzig und mit Ihrer Leistung von 35,78 und dem 72. Platz konnte Sie zufrieden sein.

Freitags war Ruhetag und es stand Sightseeing für den „gesunden“ Teil der Mannschaft an. Bei einer Tour zum Balaton (Plattensee) wurde die Freiwasser-Strecke getestet. Bei 32 Grad Außentemperatur und 25 Grad Wassertemperatur eine wahre Abkühlung. Die anderen spielten im Hotel Doppelkopf und konnten bei reichlich Flüssigkeitszufuhr (natürlich nur Limonade und Wasser) den Kartenmeister küren.

Am Samstag standen dann die 200 Brust und 100 Rücken auf dem Programm. Von den verbliebenen Startern konnte Toni Scharf trotz des hohen Trainingsaufwandes die Pflichtzeit über 200 Brust nicht erreichen und erhielt ein NT (no time = geschwommen, aber nicht innerhalb der Pflichtzeit). Auch Gotthard Seifert war nicht ganz zufrieden mit seiner Zeit über 100 Rücken. Immerhin erreichte er hier eine TOP 20 Platzierung mit einer Zeit von 1:57,06.

Sonntags war der Tag mit den meisten Starts. Leider wurden die 50 Rücken und Brust an einem Tag ausgetragen. So musste Dr. Martin Grieß im dritten Lauf als erster an den Start. Auch hier, wie auch bei den abschließenden 50 Brust konnte er nicht überzeugen und musste dem Trainingsrückstand und dem heißen Wetter Tribut zollen. Auch Jutta Jaßmeier-Grieß war nicht zufrieden. Immerhin sprang noch ein 39. Rang und ihre beste Platzierung heraus. Nachmittags konnte Heike Drechsler nicht ganz an Ihre Leistung über 100 Brust heranreichen. Sie war aber für den letzten Tag mit ihrer 44,84 und einem 34. Rang rundherum zufrieden. Auch Toni Scharf musste sich bei 50 Brust mit einer NT Wertung zufrieden geben, wiewohl er auch hier mit einer Platzierung gerechnet hatte.

Einzig Gotthard Seifert konnte sich mit 51,58 über 50 Rücken schon einmal den Pool testen. Leider regnete es im Freibad in Strömen, als er zu diesem Rennen antreten musste. Seinen 17. Platz wollte er dann doch noch toppen. So legte er seinen ganzen Ehrgeiz und seine ganze Kraft in sein letztes Rennen. Und hier überraschte er das Team und sich selbst am meisten. Seine Zeit von 48,44 ist eine absolute Spitzenzeit in der AK 75 und mit dem 13. Platz verpasste er mit 1,7s nur knapp eine TOP Ten Platzierung bei der WM. Dieses ist die beste Platzierung eines Oelder Schwimmers bei der Masters WM von allen Teilnahmen bisher.

Alles in allem eine sehr gut organisierte WM der langen Wege. Der Stimmung in vielen Teams hat die Verteilung auf 4 Pools etwas geschadet. Das Wetter war leider sehr warm und schwül, so dass man im Freibad kaum der Sonne entgehen konnte, in den großen Hallen war die Luft dann stark klimatisiert und man musste sich etwas wärmer ankleiden. Immerhin gab es kein Chaos, wie in London und man konnte sich sehr gut einschwimmen.

Im nächsten Jahr finden die Europameisterschaften in Kranj, Slowenien statt und in 2019 die nächsten Weltmeisterschaften in Gwanju, Südkorea.