Punktlandung für kleines SG-Team

Zum Abschluss und gleichzeitigen Höhepunkt der ersten Saisonhälfte ging es für drei Aktive der SG Oelde zu den ostwestfälischen Meisterschaften ins Freibad der Stadt Herford. Von den ursprünglich geplanten fünf Aktiven mussten sich leider zwei aus dieser Gruppe krankheitsbedingt verabschieden. So war es Pascal Moré (Knieverletzung) und Alexander Schiedewitz (zur Quali erkrankt) nicht vergönnt, mit nach Herford zu fahren. Mit dabei waren somit noch Alina Filbert (2005), Luca Lütke-Besselmann (2002) sowie Moritz Schorr (2002).

Alina Filbert hatte zeigte auf 100m Brust, dass mit ihr in Zukunft zu rechnen sein wird. Sie belegte mit Bestzeit Platz 5 in 1:35,28. Und nach der Finalteilnahme beim Flutlichtpokal war dies ein weiteres Highlight in der jungen Karriere Alina Filberts in der SG Oelde.

Aus der 1. Mannschaft ging Moritz Schorr über 100m, 200m und 400m Freistil so wie die 100m Rücken an den Start. Wenn man überhaupt von einem „Makel“ in der Bilanz der Meisterschaften reden kann, so wäre es die Tatsache, dass Schorr über 100m Rücken in 1:22,11 den einzigen Start im Team der SG Oelde ohne Bestzeit absolvierte. Aber die Kraulstrecken schwamm er mit Bravur! Zuerst zauberte er über die 200m mit 2:24,54 Platz 5 und neun Sekunden unter Bestzeit zur großen Freude der Trainer. 1:04,55 hieß es für ihn am Ende nach 100m Freistil. Er verfehlte hier mit etwas mehr als zwei Sekunden Abstand nur knapp einen Podiumsplatz. Dieser folgte dann aber bei seinem letzten und sehr spannenden Rennen über die doppelte Distanz: Nach 400m wurde er im Ziel nur um dreizehntel im Endspurt geschlagen und gewann den Titel des Vizemeisters über 400m Freistil in 5:17,86! Diese Zeit lag fast 15 Sekunden unter seiner bisherigen Bestzeit, was seine Leistung noch einmal unterstreicht! Das harte Training der letzten Tage und Wochen hatte sich zur Freude von Schorr und seinen Trainern gelohnt.

Als drittes Mitglied aus den Reihen der SG Oelde ging Luca Lütke-Besselmann (2002) an den Start. Was sich in der Vorbereitung schon mehrfach angedeutet hatte, bewahrheitete sich an diesem Wochenende: Sechs Starts, Sechs Bestzeiten und einer kompletter Medaillensatz zeigen, dass Lütke-Besselmann einen „Sahne-Wettkampf“ erwischt hatte. Der Reihe nach: In 2:29,96 bliebt er erstmals unterhalb der 2:30-Grenze auf den 200m Freistil und er belegte damit Platz sieben. Die für ihn ungewohnte Strecke sollte für ihn und den Betreuer aber nur ein Vorgeschmack auf das sein, was folgen sollte. Vollkommen überraschend gewann er über 200m Rücken die Silbermedaille in 2:41,89, eine Steigerung um fast 21 Sekunden gegenüber seiner bisherigen Bestzeit. Gegen die starke Konkurrenz aus Herford, Beckum, Paderborn zeigte Lütke-Besselmann, was in ihm steckt.

Voller Selbstvertrauen ging es anschließend für 100m Schmetterling und 100m Freistil an den Start. In 1:19.68 knackte er die 1:20-Grenze, eine tolle Zeit über 100m Schmetterling.

Die Siegerehrung der 400m Freistil: link Moritz Schorr und rechts Luca Lütke- Besselmann

100m Freistil endeten für den jungen Schwimmer mit ebenfalls neuer Bestzeit. „Seine“ Strecke, die 200m Schmetterling kamen fast im direkten Anschluss an dieses Rennen. Hier hatte er dann sogar die Erlaubnis des Trainers, mangels Konkurrenz „locker“ zu schwimmen, um noch Körner für das abschließende 400m-Rennen zu haben. Aber wenn’s einmal läuft… Lütke-Besselmann schlug nach einem perfekt eingeteilten Rennen in 2:59,44 in neuer Bestzeit an. Damit sicherte er sich seinen Bezirksmeistertitel ebenso wie die Tatsache, die Drei-Minutengrenze geknackt zu haben! Ein super Erfolg für den 15-jährigen. Zum Abschluss des langen Wochenendes unter nicht immer guten Bedingungen startete er über die 400m Freistil. Und trotz der bereits absolvierten fünf Starts kämpfe er sich in 5:24.57 erfolgreich ins Ziel und wurde mit der Bronzemedaille belohnt.

Zum Saisonhöhepunkt topfit, 10 von 11 möglichen neuen Bestzeiten, einen Titel, zwei Vizemeister und ein dritter Platz im Gepäck: Wunschlos glücklich und zufrieden kehrte das SG-Team zurück in die Heimat. Das zu Recht stolze Trainerteam freut sich jetzt schon auf die zweite Jahreshälfte und den dann zu erwartenden Leistungen.